21.05. | 22:00 – 23:00

Bodies in relation: Filmabend mit Claudio Stellato, Baro d’evel und Corentin Diana & Leonardo Ferreira

21.05. | 22:00 – 23:00

ARTE en scène: Wake Up ! | Performancefilm vonCorentin Diana & Leonardo Ferreira
ARTE en scène: Le vide de l’autre | Performancefilm von Baro d’evel
About Claudio Stellato | Dokumentarfilm von Filip Jacobson

Foto: Leonardo Ferreira und Corentin Diana, Baro D’Evel, Filip Jacobson

Zugang: Digital
Eintritt: 8/15 Euro
Spartenfokus: Zirkus
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren
Im Anschluss Nachgespräch mit Claudio Stellato

Der Filmabend „Bodies in relation“ führt mit zwei ARTE-Portraits in die Erkundung menschlicher Beziehungen und die damit zusammenhängende Interaktion in Raum und Zeit ein. „Wake Up!“ von Corentin Diana & Leonardo Ferreira widmet sich dem Einsatz des Körpers als Verständigungsmittel in der Begegnung jenseits sprachlicher Artikulation. „Le vide de l’autre“ („Die Leere des Anderen“) der Kompanie Baro d’evel thematisiert Beziehungen in und zu einem zeitlosen Raum. Der Dokumentarfilm „About Claudio Stellato“ gewährt Einblicke in eine choreographische Begegnung mit Materialien aller Art, in der das, was wir über Beziehungen zu wissen glauben, dekonstruiert und ad absurdum geführt wird.

ARTE en scène: Corentin Diana & Leonardo Ferreira | Wake Up! (8 min)

Bei Corentin Diana und Leonardo Ferreira verschmilzt Zirkuskunst mit Metaphysik. In „Wake Up!“ reflektiert das Duo über Zeit, Körper und Kommunikation und kreiert eine absurde Performance mit dunklem Tiefgang. Nach ihrem gemeinsamen Studium am Nationalen Zentrum für Zirkuskunst (CNAC) in Châlons-en-Champagne beschlossen die beiden Akrobaten, ihren künstlerischen Schaffensweg gemeinsam fortzusetzen. „Wake Up!“ lässt zwei Männer aus unterschiedlichen Zeitebenen aufeinandertreffen. Unfähig, sich mit Worten zu verständigen, nutzen die Protagonisten ihre Körper als Mittel der Kommunikation. Indem sie sich gegenseitig halten, nacheinander greifen und aufeinander zuspringen, erschaffen die beiden Akrobaten durch die Interaktion ihrer Körper ein neues Vokabular zur Verständigung. Das Stück wurde im Januar 2021 im nordfranzösischen Revelles aufgezeichnet.

Eine Produktion von ARTE France und La Blogothèque | Regie Xavier Reim | Land Frankreich | Jahr 2021

Foto: Leonardo Ferreira und Corentin Diana, ARTE France © La Blogothèque 

ARTE en scène: Baro d’evel | Le vide de l’autre (9 min)

Die Kompanie Baro d’evel kreiert ihr eigenes Universum. Das französisch-katalanische Duo Camille Decourtye und Blaï Mateu-Trias erschafft eine Landschaft, die einem Wachtraum gleicht: Ein hypnotisches Werk in Schwarz-Weiß, das ebenso verstört wie fasziniert. Die Performance der Artist*innen spielt sich in einer nahezu postapokalyptischen Umgebung ab. Zwischen Einklang und Konfrontation verbindet das Duo ein Spiel mit dem Gleichgewicht mit Tanz und Gesang zu einer einzigartigen Arbeit. Zu den Bewegungen der Körper gesellen sich bald etwa jene eines Vogels, der mit seinem Gefieder auf die Zweifarbigkeit der Gesamtszenerie zu antworten scheint. Die Performance wurde im September 2020 in Lavelanet-de-Comminges aufgezeichnet.

Eine Produktionvon ARTE France und La Blogothèque | Regie David Ctiborsky | Land Frankreich | Jahr 2020

Foto: Baro D’Evel, ARTE France © La Blogothèque 

About Claudio Stellato | Ein Dokumentarfilm von Filip Jacobson (20 min)

Die künstlerische Arbeit von Claudio Stellato ist im wahrsten Sinne des Wortes multidisziplinär geprägt. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung in Jazz-Musik ist es die gewaltige Faszination für die Mannigfaltigkeit von Materialien, welche seine Arbeit in Tanz und Zirkus nunmehr auch als Choreograf antreibt. Für seine Kreationen nimmt er sich viel Zeit und taucht in die Tiefe der dialogischen Facetten zwischen Körpern und Materialien ein. Seine Rechercheprozesse erstrecken sich oft über mehrere Jahre. Auf der Bühne und in seinen Stücken entwickelt das Material ein Eigenleben. So etwa auch in der ursprünglich zum Festival eingeladenen Produktion „work“, in der bizarre Typen mit Nägeln, Holz, Farbe und allen Varianten von Werkzeugen in einem Universum des Absurden hantieren: Bilder sonderbarer Baustellen-Situationen, in denen sich abgründige Dimensionen des Bauens und Bastelns manifestieren.

„About Claudio Stellato“ zeigt Auszüge aus „work“ und lädt dazu ein, den Künstler in seiner besonderen Forschungsweise ein Stück weit zu begleiten. Filip Jacobson besuchte den Choreografen während einer Rechercheresidenz im französischen Cherbourg.

Ein Dokumentarfilm von Filip Jacobson | Produziert von CircusDanceFestival | Im Portrait Claudio Stellato | Land Frankreich | Jahr 2021 | Sprache Englisch

Foto: Filip Jacobson