Nachtisch
von der Redaktion
Ihr seid weg und wir sind immer noch hier. Montagvormittag, das Festivalteam baut ab, wir auch. Mit letzter Kraft hauen wir in die Tasten. Ohne Filter, aber mit viel Filterkaffee. Bevor die Gedanken verloren gehen, sammeln wir nochmal Eindrücke. Highlights. Wünsche.
Das Festival lebt.
Durchgekocht und frittiert.
Snackstage is best stage:
Was ein geiles Essen – halbe Miete für geile Festivalstimmung. Gib uns Essen und wir sind glücklich.
Lieben wir wirklich stranger?
(Ab wann ist man nicht mehr stranger?)
Es braucht eine intravenöse Station für Kaffee. Und eine Couch für müde Redaktionsmitglieder, die spontan die Nacht hier verbringen müssen.
Und einen Raum der Ruhe für Power Naps mit Kissen, Sofas und Decken.
Dort dem Gossip lauschen.
Generell: mehr Gossip, bitte!
(Gab es Flirts? Wir haben noch nichts mitbekommen. Gerne als Eilmeldung!)
(Aber manche Leute waren so süß wie das Festival – Süß ist das neue Hot.)
Wo sind die Ecken und Kanten?
Ein Festival zwischen zeitgenössisch und zeitgenüsslich.
Wann ist Zeitgenössisches zeitgenössisch?
Trick hin oder her – „Irgendwie habe ich mich leider daran gewöhnt, dass alle hier Übermenschen sind.“
„Mein Körper gibt gleich unter mir nach.“
– ZIGARETTENPAUSE –
Mehr Pommes.
Und ein Eiswagen.
Wir brauchen eine Physical Introduction zum Networken – und Kuration mal andersrum: Festivals überzeugen Artist:innen davon, dass wir bei ihnen auftreten wollen.
Ein Festival voller Sweethearts.
Wer kümmert sich um die, die sich um uns kümmern? Handle with Care!
A day in the life of a volunteer. (Nur ein T-Shirt, really?)
Bester Moment, Herzballon. Überall Karneval.
Überall Hennes.
Wo sind die Content Notes?
Ein weinendes Kind.
Warum Tanz im Festivalnamen, wenn kaum Tanz auf der Bühne.
(Nur für Förderung und Reichweite?)
Ein Kind erklärt uns: Für verständliche Texte braucht es verständliche Beispiele.
Wir wollen einen Workshop am Rhein! (oder auf dem Rhein, da sind wir offen)
„Kunst hat ein Imageproblem.“
Warum so viele Pollen? Poesie genießen dank Antihistaminikum.
Aber immer die gleichen Gesichter.
Stick around Man. Stickman around. Baseballschläger als Abschiedsgeschenk.
Der einsamste Cypher der Welt. Cyphern mit sich selbst.
„Deine Knie sprechen nicht.“
Ach bitte, Festival, gib mir etwas, worüber ich mich ärgern kann.
(Na ja, eigentlich gab’s da schon ein paar Sachen.)
Hier muss mal durchgelüftet werden.
Im Zirkuszelt.
“Cedric, let’s burn it!”
Und: Die Initiative Feministischer Zirkus zur Primetime auf die Haupt-Stage!
Im Fiebertraum die White Locks abschneiden.
Ein Lagerfeuer-Space.
Stockbrot und Nutella.
Ein Klatsch-Workshop: „Die Dramaturgie des Applauses – gleich klatscht es.“
Bring the punk concert back.
Generell: Bring punk to circus.
Aber entschuldige mal: Reggaeton auch am letzten Abend!
What is left: Wollen wir noch jemanden grüßen?
Ina Brandes. (Thunder!)
Und Gina? „Du hast mein Leben verändert.“
