20.05. | 22:00 – 23:00

Female Circus: Filmabend mit Laura Murphy und Chloé Moglia

20.05. | 22:00 – 23:00

ARTE en scène: Horizon | Performancefilm zu Chloé Moglia
A spectacle of Herself | Performancefilm von Laura Murphy
About Laura Murphy | Dokumentarfilm, Uraufführung

Foto: Chloé Moglia und Darko Skrobonja

Zugang: Digital
Eintritt: 8/15 Euro
Spartenfokus: Zirkus
Altersempfehlung: 16+
„About Laura Murphy“ beinhaltet Nacktheit und Sprache ohne Tabus für eine offene Diskussion über Gender, Sex und Körper
Im Anschluss: Laura Murphy im Gespräch mit Mirjam Hildbrand

Der Auftakt zum Filmprogramm „Female Circus“ startet mit drei starken Zirkusarbeiten jenseits der international sehr männlich geprägten Zirkuslandschaft. Hier werden spannende Perspektiven auf Körper sowie zu aktuellen Themen eröffnet. Gezeigt wird der Performancefilm „Horizon“ zur französischen Luftartistin Chloé Moglia, produziert von ARTE en scène, gefolgt von Laura Murphys neuster Filmarbeit „A spectacle of Herself“. Der Abend schließt mit der eigens vom CircusDanceFestival produzierten Dokumentation „About Laura Murphy“, die Einblicke in die Arbeit von Laura Murphy zu queeren Themen und Feminismen im Zirkus gibt.

ARTE en scène: Chloé Moglia | Horizon (8 min)

Der Schwebezustand steht im Zentrum der Arbeiten von Chloé Moglia. Die Künstlerin beschäftigt sich mit der Schwerelosigkeit, spielt mit den Gesetzen der Schwerkraft und bewegt sich zwischen Risikofreude und Sinnsuche. Die von ARTE in einem Kurzfilm eingefangene Performance „Horizon“ ist ein physisches Meisterwerk mit dem Atlantik als Kulisse: Ein Spiel zwischen der Trapezistin und einer architektonischen Struktur, die sowohl als skulpturales als auch als tragendes Element dient. In dieser Konstellation erschafft Moglia eine schwerelose Performance, die sich fließend in die Umgebung einfügt. Gezeigt wird der Mitschnitt einer Performance aus dem August 2020 in Camaret-sur-Mer

Eine Produktion von ARTE France und La Blogothèque | Regie Sebastien Bergé | Land Frankreich | Jahr 2020

Foto: Chloé Moglia, ARTE France © La Blogothèque 

Laura Murphy | A spectacle of Herself (20 min)

In der Hauptrolle Laura Murphy als sie selbst inmitten der scheiternden Performance der westlichen Zivilisation, zeichnet A Spectacle of Herself eine kosmische Reise durch die Performance, erforscht den Raum und den Weltraum und nimmt Raum ein – auf Ihren Bildschirmen und in Ihrem Leben.  

Indem sie sich selbst in angemessen große, angemessen gewürzte, angemessen unpassende Portionen schneidet, navigiert Laura auf den Spuren der Spektakelmacherin Bridget Jones und fragt: Ist sie ‚zu viel‘? Ist sie ’nicht genug‘? Oder kann man sie so lieben, wie sie ist?   

Nach Lauras Solo-Debüt Contra ist A Spectacle of Herself ein Performance-Film, der aus der Recherche für eine neue Live-Arbeit entstanden ist. A Spectacle of Herself befragt Themen rund um Virtuosität, Autobiografie, Identität und den spektakulären Körper und stützt sich auf Lauras Doktorarbeit, die das Potenzial der Luftarbeit als kritisch engagierte Praxis und ihre Verwendung als Vehikel für soziale und politische Propaganda untersucht.   

Performance und Drehbuch Laura Murphy | Regie Ursula Martinez | Synchronisation Dickie Beau | Künstlerische Leitung Nicole A’Court-Stuart | Filmregie, Schnitt und 1. Kamera Holly Black, Black Bark Films | 2. Kamera Aphra Evans | Ton Jo Barker und Nicole A’Court-Stuart | Produziert von Nicole A’Court-Stuart für ContraProject | In Auftrag gegeben von CircusDanceFestival und The Lowry, Salford | Unterstützt von Arts Council England  

Foto: Filip Jacobson

About Laura Murphy | Dokumentarfilm von Filip Jacobson (20 min)

Laura Murphys Performance zeigt auf eine leidenschaftliche, witzige und dabei aber kompromisslose Art und Weise Gegensätze auf, die zum Nachdenken auffordern. Es geht um einen Themenbereich, der weiterhin ein gesellschaftlich umkämpfter Schauplatz ist: den weiblich gelesenen Körper. Mit subtilem Humor zeigt Laura anhand persönlicher, historischer und sozialer Zusammenhänge, mit welchen Bildern und ErwartungenFrauen* und ihre Körper besetzt werden. In der akrobatischen Performance ist dabei das Vertikalseil der wichtigste Gegenspieler, um ganz persönliche Erfahrungen und wissenschaftliche Auseinandersetzung – etwa aus der verfassten Doktorarbeit auf diesem Gebiet, zu teilen. So steht der weiblich gelesene Körper aus dem Blickwinkel queerer Diskurse und Feminismen zur Debatte, wobei dominante gesellschaftliche Rollenbilder aufgegriffen und dekonstruiert werden. Filip Jacobson besuchte Laura bei Proben für eine neu entstehende Filmarbeit in Bristol und portraitierte dokumentarisch ihre Tourproduktion „Contra“. „About Laura Murphy“ ist eine Auftragsproduktion des CircusDanceFestival, die im Rahmen des Festivals ihre Uraufführung hat.

Ein Dokumentarfilm von Filip Jacobson | Produziert von CircusDanceFestival | Im Portrait Laura Murphy | Land Deutschland | Jahr 2021 | Sprache Englisch

Foto: Francis Rodor