- Dauer: 9:00 -15:30 Uhr
- Ort: Festivalgelände
- Hinweis: Anmeldung erforderlich
- Tickets: Freier Eintritt
Take Care - Circus life in a swing.
Europäische Konferenz über psychische Gesundheit und Wohlbefinden im Zirkus und den Darstellenden Künsten
Eine Europäische Konferenz über psychische Gesundheit und Wohlbefinden im Zirkus- und Performing Arts-Sektor: Das CircusDanceFestival ist Gastgeber der Auftaktveranstaltung des allerersten Creative Europe-Projekts, das sich der psychischen Gesundheit und dem Wohlbefinden im Zirkuskunstsektor widmet: Take Care. Die Konferenz befasst sich mentaler Gesundheit, von Arbeitsbedingungen über Gesundheitsgewohnheiten bis hin zu Queerness. Im Hinblick auf die Erforschung der Beziehung zwischen dem Individuum und dem Kollektiv geht es darum, physische, psychologische und ethische Aspekte miteinander zu verbinden und einen generationenübergreifenden Dialog zu schaffen. Lasst uns voneinander lernen!
Fachprogramm – Teilnahme nach vorheriger Anmeldung
Konferenz Programm
Anmeldung hier
Take Care wird vom Programm Creative Europe der Europäischen Kommission kofinanziert und vom Internationalen Netzwerk für professionelle Zirkusschulen FEDEC geleitet und mit verschiedenen Partner:innen umgesetzt.
Konferenzpprogramm
KEYNOTE: Circus & Science
Überblick zur Gesundheitsforschung im Zirkusbereich von Rogier van Rijn (CODARTS)
Zirkuskünste erfordern außergewöhnliche körperliche Leistungen, da sie Akrobatik - am Boden und in der Luft - mit Elementen aus Tanz, Theater und Comedy kombinieren. Artist:innen arbeiten häufig mit hohen Belastungen, die viel Kraft und einen extremen Bewegungsumfang erfordern. Die Präsentation bietet einen Überblick über die weltweite Forschung zu gesundheitlichen Herausforderungen im Zirkussektor und stellt den Performing Artist Health Monitor (PAHM) vor, ein von Codarts für Universitäten entwickeltes Online-Tool. PAHM sammelt Daten über körperliches und geistiges Wohlbefinden von Artist:innen und bietet personalisiertes Echtzeit-Feedback zu potenziellen Gesundheitsrisiken. Auf der Grundlage der PAHM-Erkenntnisse werden in der Keynote Erkenntnisse über die Prävalenz von Verletzungen und Gesundheitsproblemen unter Zirkusstudierenden vorgestellt.
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KEYNOTE: CARE als Verb, nicht nur als Nomen
Was praktizieren wir eigentlich wirklich? Von Amanda Homa und Gaia Vimercati
Die Keynote lädt uns dazu ein, Fürsorge als fortlaufende, kollektive Handlung zu begreifen. Und zwar als eine, welche die Situiertheit einbezieht und sich mit strukturellen Zwängen auseinandersetzt. Das „Kümmern“ sollte mit der Frage beginnen: Was sollte ich wissen/erlernen. In der Zirkuspraxis ist Fürsorge oft mit physischen Risiken verbunden, während weniger sichtbare Gefahren - emotionale, psychologische oder systemische - häufig übersehen werden, sodass der Einzelne sie allein bewältigen muss.
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WORKSHOP: Stressed Out and Burning On mit Luísa Saraiva
In diesem Workshop geht es um, die Herausforderungen für die psychische Gesundheit im Zusammenhang mit chronischem Stress und Burnout im Bereich der darstellenden Künste. Er bietet einen unterstützenden Raum, um Ängste und emotionale Erschöpfung zu erkunden, verstehen und zu bewältigen. Wir wissen, dass die Branche unglaublich anspruchsvoll sein kann: ständig wechselnde Arbeit, unvorhersehbare Bedingungen und dann noch der Druck, finanziell und kreativ mithalten zu müssen. Man fühlt sich oft ausgelaugt und von seinen Zielen abgekoppelt, vor allem, wenn sich diese Gefühle im Laufe der Zeit aufstauen. Der Workshop konzentriert sich auf den Aufbau von Peer-to-Peer-Unterstützung innerhalb der Künstler:innen-Gemeinschaft.
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WORKSHOP: Queer Circus: Creating Spaces That Work mit Axel Satgé
Queerness ist ein wichtiges Thema in der heutigen Kulturlandschaft. Während wir uns freuen, dass Spielstätten ihr Programm für neue Arten von Werken öffnen, stellt sich die Frage, wie Spielstätten und Unternehmen queere Künstler:innen und Zuschauende besser unterstützen können. Dieser Workshop bietet Raum für offene Gespräche, den Austausch von Erfahrungen aus dem wirklichen Leben und das Aufzeigen praktischer Schritte hin zu einer inklusiveren Praxis. Gemeinsam erkunden wir die Herausforderungen und Möglichkeiten, mit denen queere Künstler:innen konfrontiert sind, und beginnen mit der Ausarbeitung eines praktischen Leitfadens, der der Branche helfen soll, durchdachter und effizienter zu arbeiten. Egal, ob Künstler:in, Programmierer:in oder Produzent:in, werden Sie Teil des Wandels.
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WORKSHOP: Kreativität und Ernährung (Oh, my guts!) mit Krisje Beaumond
Dieser Workshop erforscht die komplexen Zusammenhänge zwischen Ernährung, dem Mikrobiom - der Gemeinschaft von Mikroorganismen in unserem Körper - und Kreativität. Wir erörtern inwiefern unsere Ernährungsgewohnheiten die Darmgesundheit unseres Körpers beeinflussen und welche tiefgreifenden Auswirkungen dies auf unsere körperliche und geistige Gesundheit haben kann. Wir konzentrieren uns auf praktische Strategien, um darmfreundliche Lebensmittel in unsere Mahlzeiten einzubauen. Das fördert das Wohlbefinden und kreative Denken. Dieser Workshop richtet sich an alle, die ihre Kreativität steigern wollen, an Fachleute in kreativen Bereichen und an alle, die sich für die faszinierende Schnittmenge von Gesundheit und Kreativität interessieren.
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PANEL: From individual to collective care -practices and knowledge
Wie wirkt sich das Konzept der Fürsorge auf die künstlerischen Praktiken verschiedener Persönlichkeiten an der Spitze einer kulturellen Organisation aus? Wie können unterschiedliche Beziehungs- und Verhaltensweisen Inklusion schaffen und das Wohlbefinden von Individuen und ihren Gemeinschaften stärken?
Die Take Care Conference beim CircusDanceFestival endet mit einem abschließenden Panel, das konkrete Good Practices aus dem Bereich der darstellenden Künste zusammenführt. Die Teilnehmenden berichten, was es für sie – sowohl individuell als auch im kollektiven Kontext – bedeutet, wie sie ihren Ansatz zu mentaler Gesundheit und Wohlbefinden in ihre tägliche Arbeit einfließen lassen, und tauschen Gedanken über ihre bisherigen Erkenntnisse und zukünftigen Herausforderungen aus. Im Zusammenspiel von Leitung, Co-Autor:innenschaft und Coaching entsteht eine einstündige Gesprächsrunde mit lokalen und internationalen Gästen, die die Kölner Perspektive mit der internationalen Entwicklung der Zirkus- und Tanzkultur verbindet.
