Residenzen

Residenz 12 – November 2021 | Crispin Bade, Bar Gonen

Foto: Jona Harnischmacher
Foto: Jona Harnischmacher

Acoustic Resonance ist ein interdisziplinäres Duett aus zeitgenössischem Tanz und Seilartistik, welches die komplexen Zusammenhänge menschlicher Kommunikation erforscht. In diesem Stück treffen zwei Performer*innen aus unterschiedlichen Disziplinen – Zirkus und Tanz – mit unterschiedlichen Muttersprachen und kulturellen Kontexten – Israel und Deutschland – aufeinander und suchen in der Bewegung nach gegenseitigem Verständnis. Inspiriert vom Phänomen der akustischen Resonanz, in der sich akustische Wellen miteinander vermischen und der Schall dadurch verstärkt wird, arbeiten wir in diesem Stück mit den Schwingungen des Vertikalseils und zweier Körper, die versuchen, einander zu finden und sich doch gegenseitig immer wieder stören.

Residenz 11 – April 2021 | Breno Caetano, Sergi Pares

Foto: Filip Jacobson
Foto: Filip Jacobson

Breno Caetanos und Sergi Parés‘ künstlerische Arbeiten erstrecken sich über die Felder Zirkus, Tanz und Installation. Ihre Choreografien sind Ausdruck einer neugierigen Praxis des Erforschens von Körpern und ihren Möglichkeiten. In ihrer neuen Arbeit unter eigener Autorenschaft begegnen sich die beiden nun im Duett. „Cornerstone” ist beeinflusst von kulturellen, sozialen und historischen Sichtweisen auf die menschliche Evolution. Breno Caetano und Sergi Parés nutzen ihre Körper als Instrumente und stellen auf diesem Wege die Grundprinzipien von Macht sowie unsere Positionierung und Voreingenommenheit hierzu in Frage. Das Mittel der Wahl sind feine Seile, die Verbindungen und Abhängigkeiten zwischen zwei Körpern schaffen und sichtbar werden lassen. Ihr Stück wird zum körperlichen Manifest für eine Notwendigkeit der Rücksichtnahme und des Vertrauens, die stets in Erinnerung gerufen und neu ausgehandelt werden muss.

Residenz 10 – Februar 2021 | Sinking Sideways

Sinking Sideways, Foto: Kolja Huneck
Sinking Sideways, Foto: Kolja Huneck

Sinking Sideways​, das sind Xenia Bannuscher (DE) und Dries Vanwalle (BE). Sie arbeitet an und mit der Schnittstelle zwischen Zirkus und Tanz. Dries’ Wurzeln liegen im Zirkus, Xenias Wurzeln liegen im Tanz. Und ihre Disziplin ​dance acro ​ist inspiriert von beiden Kunstformen.

Sinking Sideways​ erste Produktion namens ​René ​basiert auf einer einzigen Bewegung, die sich wieder und wieder wiederholt. Zwei Körper im Raum, die sich im immer gleichen Rhythmus bewegen, niemals stillstehen. Sie läd das Publikum ein ihren Bewegungen zu folgen, sie jedesmal neu zu entdecken, sich auf die Details einzulassen. Die Künstleri:innen wollen ihren Prozess und das Ergebnis offen teilen, genauso wie ihre Schwierigkeiten und ihre Faszination.

www.sinkingsideways.de​

Residenz 9 | Arachnur

Arachnur ©Alison Johnson
Arachnur ©Alison Johnson

Die erste Kreation Künstler:innen Leïla Maillard und NuR, “ Arachnur “ zeigt eine Verschmelzung von zeitgenössischem Circus und experimenteller Musik mit einer starken Vorliebe für das Obskure. « Arachnur “ ist jenseits von Böse oder Gut, definitiv kathartisch, aber dennoch poetisch. Eine anhaltende Hymne an das Dunkle und das, was dahinter liegt, direkt inspiriert durch das Zitat des Malers Pierre Soulages: „Mon instrument n’était plus le noir, mais cette lumière secrète venue du noir.“ (Mein Instrument war nicht mehr die Dunkelheit, sondern das geheime Licht aus der Dunkelheit…)

Ein tiefes Eintauchen in den Abgrund der menschlichen Seele durch akustische Grenzlinien und dunkle Bildsprache. Eine makabres Ritual, das über Verzweiflung und die erschütternde Schleife dunkler Gedanken, ein geistiges Kriechen zum Galgen verkörpert.

Residenz 8 | Maria Madeira und Laura Schönlau

Maria und Laura studierten beide in Tilburg an der Fontys Fontys Hogeschool voor de Kunsten. Sie beschäftigen sich mit dem Grenzbereich zwischen Circus und Tanz, sowie der Schaffung von Raumkörpern mit den Mitteln des Tanzes. Schwerpunkt dieser ersten Residenz ist die körperbetonte und visuelle Sinnes-Forschung um physische und visuelle Geschichten zu verbinden. Basierend auf ihrem gemeinsamen Interesse für bildende Kunst, Bewegung und Video/Fotografie wurde die Idee zu ihrem gemeinsamen Projekt geboren.

Wir nehmen die Zeit in einer anderen Messung wahr als bisher. Die Gegenwart ist nicht mehr kurz, sondern scheint eher länglich und raumgreifend zu sein. Wir möchten die Gegenwart erkunden mit den Empfindungen unseres Körpers und den Bildern unseres Geistes. Vielleicht sind wir mitten in der Verschmelzung von Phantasie und Realität?

Residenz 7 | Erin Skye

Erin Skye © De Schaapjesfabriek
Erin Skye © De Schaapjesfabriek

Erin Skye, die 2019 ihren Abschluss am Codarts in Rotterdm machte, konzentriert sich in „A Circle of Exchange“ auf die Beziehungen zwischen Fremden und die delikate Kunst der Telefongespräche mit Dosen und Schnüren. Gespräch, Kommunikation und gegenseitige Anerkennung sind Teil der menschlichen Natur. ASMR (Autonomous sensory meridian response) ist ein Weg zur unterbewussten Entspannung, der Intimität schaffen kann, die wir nur selten mit jemandem außerhalb unserer engsten Freunde erleben. Erin Skye fasst alle diese Themen in einer intimen und abstrakten Show mit dem Arbeitstitel „A Circle of Exchange“ zusammen.

Residenz 6 | Overhead Project

Overhead Project ©Ingo Solms
Overhead Project ©Ingo Solms

Overhead Project führt innerhalb der Residenz seine Arbeit an dem Stück „Circular Vertigo“ fort. Das Duo zwischen der Tänzerin Mijin Kim und einem von der Decke hängenden 100kg schweren Pauschenpferd ist die Vertiefung einer Recherche mit einem motorbetriebenen Luftobjekt. „Circular Vertigo“ beschäftigt sich mit der geometrischen Form des Kreises als Urform der Attraktion und stellt somit u.a. auch den historischen Bezug zum Managenrund im Cirucus her. – Resultierend aus der Reitkunst des 18. Jahrhunderts -. konnten besonders Frauen im Zirkus, u.a. als gefeierte Künstlerinnenstars auf Pferden einen Platz fernab von klassischen Familienrollen Finden. Mit der spielerischen Besetzung der Mitte durch ein abstrahiertes Machtobjekt, das den Kreis dominiert, reflektiert Tim Behren einen gesellschaftlichen Raum, in dem weiblicher Gestaltungsfreiraum, Gleichbehandlung und Selbstbestimmung immer wieder erarbeitet werden müssen.

Residenz 5 | Roman Skadra

Roman Skadra ©Andrea Galad
Roman Skadra ©Andrea Galad

Seit 2020 arbeitet der in der Slowakei geborene Roman Skadra an seinem Stück ABSURD HERO, welches maßgeblich durch die Philosofie Albert Camus inspiriert ist. Das Stück ist ein Solo und vereinigt zeitgenössischen Zirkus mit absurdem Theater und ist von einer Gemütsverfassung à la Buster Keaton geprägt. Präsentiert in einer minimalistischen Kulisse, steht die Beziehung zwischen dem Künstler und einer großen, roten, schweren Laufkugel im Vordergrund. In Erinnerung an die großen Slapstick-Künstler zeigt sich hier der Zirkus als potenziell freudige, doch endlose Anstrengung. ABSURD HERO ist geplant als ein abendfüllendes Stück für ein Publikum jeden Alters.

Residenz 3 – April 2020 | Overhead Project

Overhead Project, Foto: Cox Ahlers
Overhead Project, Foto: Cox Ahlers

Als Eigenproduktion des Festivals, beherbergt das TPZAK Zirkus- und Artistikzentrum das zehnköpfige Team der Produktion „What is left“. 

Das Ineinandergreifen von (Raum-) Geometrie und Politik steht in der künstlerischen Arbeit der Kompanie Overhead Project momentan im Vordergrund: Welche Rolle spielen Architektur und räumliche Anordnungen im politischen Kontext und wie beeinflussen sie gesellschaftliche „Machtstrukturen“? Wie können diese Beobachtungen choreographisch-dramaturgisch für einen performativen Raum, der die klassische Passiv-Anordnung der Zuschauenden auflöst, umgesetzt werden und somit ein offenes Feld für die Interaktion zwischen Performer*innen und Publikum schaffen.

Overhead Project entwickelt seit 2008 Stücke an der Grenze von Zeitgenössischem Tanz, Circus und Performance in der freien Szene und für Gastchoreographien an Stadttheatern.

www.overhead-project.de

Residenz 2 – Oktober 2019 | Critical Mess, Stefan Sing

Stefan Sing, Foto: Dorothée Parent
Stefan Sing, Foto: Dorothée Parent

Die Gruppe „Critical Mess“, unter Leitung des Berliner Jongleurs und Performers Stefan Sing war im Herbst 2019 für eine zweiwöchige Arbeitsresidenz in Köln, in der u.a ein kostenloser Workshop zum Austausch mit der lokalen Szene angeboten wurde. Dieser endete in einer anschließenden Stadtinterventionstour mit site-specific Improvisationen im öffentlichen Raum. Der Fokus des Workshops lag auf der Erkundung eines metaphorischen Zugangs zur Bewegung. Bewegung ist Kommunikation, ist Sprache, ist lesbar. Sie erreicht eine höhere, intensivere Stufe, wenn sie ein Medium für etwas anderes ist: ein Gefühl, eine Stimmung, ein Gedanke, ein Bild – ein Bewusstseinsinhalt. Nicht wir bewegen uns, sondern etwas bewegt uns. Geleitet wurde der Workshop von Stefan Sing und ermöglichte nebenbei auch einen Kontakt der Berliner Gruppe mit der lokalen Szene. Critical Mess wurde 2016 von Stefan Sing gegründet mit dem Ziel Tanz, Theater und Jonglage zu verbinden.

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