Über das Projekt

Das CircusDanceFestival, initiiert von dem Kompanielabel Overhead Project, startet als mehrjähriges Modellprojekt mit bundesweiter Ausstrahlung für die Verbindung aus Festival, spartenspezifischem Residenz- und Koproduktionsprogramm und der Nachwuchsförderung „Junge Wilde“.

Das Herzstück des Projekts – das fünftägige Festival –  wird in 2020 und 2021 über Pfingsten in 3 großen Zelten auf dem Außengelände des TPZAK  Zirkus- und Artistikzentrum Köln stattfinden. In verschiedenen Formaten (Zeltperformances, Hochschulkooperation, Site-specific und Stadtinterventionen, Lectures, Workshops und Recherchepräsentationen) eröffnen sich somit Berührungspunkte mit dieser Sparte sowohl für ein breites regionales Publikum als auch für eine professionelle internationale Szene.

Über die drei Jahres des Projekts bietet die Programmsparte „Junge Wilde“ Sichtbarkeit und Vernetzung für regionale Jugend- und Nachwuchsgruppen, die im Vorhinein des Festivals mit Residenzen begleitet und künstlerisch gecoacht werden. Ebenfalls über den gesamten Projektraum werden jährlich mit 4 Residenzen und 2 Koproduktionen für Gruppen, die in oder aus Deutschland heraus produzieren, passende Produktionsbedingungen geboten. Für die zweite Festivaledition in 2021 findet zudem ein internationales Symposium statt.

Das „Circus-Dance Festival“ wird somit als Institution in Köln zum deutschlandweiten Kompetenzzentrum für die Präsentation und Produktion von Stücken im interdisziplinären Genrebereich Tanz und Zeitgenössischer Circus.  Das Projekt entsteht unter organisatorischer und künstlerischer Gesamtleitung des Labels Overhead Project, das seit zehn Jahren in diesem Bereich aktiv ist und international etabliert und vernetzt ist.

TPZAK Zirkus- und Artistikzentrum Köln

Hauptkooperationspartner und Spielstätte für das CircusDanceFestival ist das TPZAK Zirkus- und Artistikzentrum Köln, ein Ort, der für Vernetzung und Offenheit und spartenübergreifende Projekte steht. Träger ist das Theaterpädagogische Zentrum e.V. Köln. Das TPZAK bietet mit seiner Zelt- und Rauminfrastruktur, dem großen Außenbereich auf dem Gelände des ehemaligen Riehler Freibades sowie der professionellen technischen und organisatorischen Struktur die passenden Gegebenheiten für die Durchführung des Festivals 2020. Das TPZAK leitet zudem die eigene Programmsparte „Junge Wilde“ mit eigenem Zelt im Rahmen des Festivals.

Träger | Verein Theaterpädagogisches Zentrum e.V. Köln

Das TPZAK ist eine gemeinnützige Einrichtung der kulturellen Bildung mit den Schwerpunkten der Darstellenden Künste Theater und Zirkus unter der Trägerschaft des Theaterpädagogischen Zentrum e.V. Köln. Das Label TPZAK verbindet das Bildungswerks Darstellende Künste Köln, das ZAK Zirkus- und Artistikzentrum Köln und das TPZ Theaterpädagogischen Zentrums Köln. Es versteht sich als Zentrum für Lehre und Praxis der Theaterpädagogik und der Zirkuspädagogik mit bundesweiter Ausstrahlung. Als anerkannte Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe nach §75 KJHG der kulturellen Bildung, bietet das TPZAK zahlreiche Kurse und innovative Projekte für Kinder und Jugendliche an.

Bildungswerk | Bildungswerk Darstellende Künste Köln

Obwohl es das Theaterpädagogische Zentrum e.V. Köln nun schon seit 1981 gibt, wurde das Bildungswerk erst 2016 aus der Taufe gehoben. Als staatlich anerkanntes Bildungswerk ist das TPZAK von con!flex nach LQW testiert. Als Weiterbildungseinrichtung bietet es Workshops, Kurse, Weiterbildungen und zertifizierte Bildungsgänge zu berufsbezogenen Qualifikationen in Zirkus- und Theaterpädagogik an.

ZAK Zirkushaus | ZAK Zirkus- und Artistikzentrum Köln

Das ZAK Zirkus- und Artistikzentrum Köln öffnete im September 2001 seine Tore. Standort ist ein 8000qm großes Gelände. Dort verfügt es über zwei Trainingsräume, drei Zirkuszelte, Werkstätten für Requisitenbau, Übernachtungswagen und mehreren historischen Zirkuswagen. Im ZAK trifft Zirkuskunst auf Veranstaltungskultur und Pädagogik. Neben Veranstaltungen und Gastspielen aller Art finden dort jede Woche Kurse und Projekte für über 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sowie unsere Bildungsgänge zu berufsbezogenen Qualifikationen in der Zirkuspädagogik statt. Wir befinden uns in der Entwicklung inklusiver Lernmöglichkeiten und bieten zukünftigen Zirkusartist*innen über verschiedene Angebote Wege für eine Professionalisierung sowie für eine künstlerische Entwicklung im „Neuen Zirkus“.

TPZ Köln Theaterhaus | TPZ Theaterpädagogisches Zentrum Köln

Das TPZ Köln ist eine der größten theaterpädagogischen Einrichtungen für Fort- und Weiterbildung im gesamten Bundesgebiet. Seit 1981 verwirklichen wir mit unserem Team Visionen und geben Anstöße für neue Entwicklungen in der Theaterpädagogik. Einer unserer Schwerpunkte innerhalb der Fortbildung ist das Kinder- und Jugendtheater. Neben den laufenden Fortbildungskursen füllen unsere Theaterkurse und -projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene täglich unser Haus und bieten innerhalb der Einrichtung einen Transfer zwischen Lehre und Praxis.

TANZPAKT

Das CircusDanceFestival ist Teil des Exzellenz-Förderprogramms TANZPAKT Stadt-Land-Bund, das sich zuvorderst an etablierte Künstler*innen, Ensembles und Produktionsstrukturen mit internationaler Ausstrahlung richtet. Darüber hinaus werden Institutionen gefördert, die national herausragende und innovative Entwicklungskonzepte erarbeiten. Ziel ist die Realisierung relevanter Projekte, die zur künstlerischen wie strukturellen Weiterentwicklung, Stärkung und Profilierung der Kunstform Tanz in Deutschland beitragen. TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist eine gemeinsame Initiative von Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Exzellenzförderung im Tanz.

Das neue Förderprogramm TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist Ergebnis eines intensiven Dialogs zwischen den Tanz fördernden Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Dieser Dialog wurde seit 2012 kontinuierlich geführt, vorbereitet und begleitet durch eine aus unterschiedlichen Akteur*innen der Tanzszene bestehenden Initiativgruppe Stadt-Land-Bund, die die konzeptionellen Überlegungen und Rahmenbedingungen entwickelte. Diese wurden mit den Vertreter*innen von Städten, Ländern und des Bundes abgestimmt und bestätigt.

Im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens zum Bundeshaushalt 2017 wurden vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages Mittel i.H.v. 5,625 Mio. Euro freigegeben, um ein mehrjähriges Programm der Exzellenzförderung im Tanz umzusetzen.

Gemeinsam getragen wird das Förderprogramm vom Dachverband Tanz Deutschland und der DIEHL+RITTER gUG. Ein Kuratorium begleitet und unterstützt die kulturpolitische Durchsetzung des Programms. Sowohl für das Entstehen substantieller Projekte als auch für die langfristig verbesserte Finanzierung ist die kulturpolitische und strukturelle Stärkung des Tanzes auf kommunaler und Länderebene entscheidend. Ein wesentlicher Bestandteil des Programms ist es deshalb, die Kommunen und Bundesländer durch einen stetigen Dialog zu einem nachhaltigen Engagement zu bewegen.